Umgang

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Was versteht man unter Umgangsrecht?

Die Eltern müssen sich über Fragen zum Sorgerecht und Umgangsrecht für die gemeinsamen Kinder einigen, wenn es zur Trennung und Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft kommt. In der Regel verbleibt das Kind bei einem Elternteil, dem anderen Elternteil wird ein Umgangsrecht zugesprochen. Das Umgangsrecht ist unabhängig von den geltenden Sorgerechtsregelungen. Das Umgangsrecht soll den tatsächlichen Kontakt zwischen dem Umgangsberechtigten und dem Kind regeln.

Wer kann ein Umgangsrecht geltend machen?

Den Eltern minderjähriger Kinder steht grundsätzlich ein Umgangsrecht zu. Das Umgangsrecht beinhaltet dabei regelmäßige persönliche Kontakte, aber auch die bloße Kontaktaufnahme per Brief oder Telefon. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts können Eltern sogar zum Kontakt mit ihren Kindern verpflichtet werden, jedenfalls dann, wenn dies dem Wohle des Kindes entspricht.

Wenn es dem Kindeswohl dient, können auch andere Personen ein Umgangsrecht für sich geltend machen. Dies gilt bespielsweise für Geschwister, Großeltern oder Pflegeeltern. Natürlich hat auch das Kind selbst ein Recht auf Umgang mit den Eltern und kann dieses ggf. durchsetzen.

Spielt der Wille des Kindes eine Rolle?

Im Umgangsverfahren ist der Wille des Kindes altersabhängig zu bewerten. Während dieser bei Kleinkindern naturgemäß nicht ausgeprägt sein kann, spielt er mit zunehmendem Alter eine immer wichtigere Rolle. Ab 9 Jahren tritt der Kindeswille dann in den Vordergrund, allerdings kann das Familiengericht auch dann noch Umgang mit einem Elternteil anordnen, selbst wenn das Kind dies erklärtermaßen ablehnt. Ab einem Alter von 13 Jahren wären solche “erzwungenen” Kontakte dann nicht mehr durchsetzbar.

Kann man auf sein Umgangsrecht verzichten?

Niemand ist gezwungen seine Rechte geltend zu machen und durchzusetzen, dies gilt im Grund auch für den Umgang. Nicht möglich ist es allerdings, in einer Vereinbarung (z.B. mit dem Ehegatten) rechtswirksam einen Verzicht auf dieses Recht zu erklären. Eine solche Absprache wäre sittenwidrig und daher unwirksam.

Was tun wir für Sie?

Wir beraten Sie umfassend, wenn es um Fragen zum Thema Umgang geht. Dabei steht auch für uns immer das Kindeswohl im Vordergrund. Kontaktieren Sie unser Büro in Wedel.