Verkehrsstrafrecht

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Was versteht man unter Verkehrsstraftaten?

Verkehrsstraftaten sind alle Delikte, die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr begangen werden. Bei den häufigsten Taten handelt es sich dabei um das unerlaubte Entfernen vom Unfallort (Unfallflucht, Fahrerflucht), Straßenverkehrsgefährdung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheitsfahrt und fahrlässige Körperverletzung sowie Tötung. Es gibt darüber hinaus aber auch exotischer Straftatbestände wie Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Vollrausch, unterlassene Hilfeleistung im Straßenverkehr, Kennzeichenmissbrauch oder Hinterziehung der Kfz-Steuer.

Welche Strafen drohen bei Verkehrsstraftaten?

Bei Verkehrsstraftaten müssen die Täter in erster Linie mit Geldstrafen rechnen. Die konkrete Höhe hängt von der schwere der Tat und den persönlichen Verhältnissen des Täters ab. Handelt es sich um eine Erstbegehung, dann werden in der Regel 30-40 Tagessätze verhängt, die Höhe des Tagessatzes richtet sich nach dem Einkommen des Täters. Auch Freiheitsstrafen können in Betracht kommen, wenn es sich um eine schwere Tatbegehung oder einen Wiederholungstäter handelt. Neben diesen Hauptstrafen kommen auch Nebenstrafen in Betracht, insbesondere die Entziehung der Fahrerlaubnis oder ein Fahrverbot.

Kann der Führerschein entzogen werden?

Ja. Das Gesetz nennt einen Katalog von Verkehrsstraftaten, bei denen die Fahrerlaubnis in der Regel zu entziehen ist. Dabei danelt es sich vor allem um die Trunkenheitsfahrt, den Vollrausch und die Verkehrsgefährdung. Aber auch bei unerlaubtem Entfernen vom Unfallort soll die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn ein Personenschaden oder ein nicht unwesentlicher Sachstanden entstanden ist. Wird die Fahrerlaubnis entzogen, dann verhängt das Gericht zugleich ein Sperrfrist, vor deren Ablauf die zuständige Führerscheinstelle keine neue Fahrerlaubnis erteilen darf. Das Gericht kann die Fahrerlaubnis auch vorläufig entziehen, wenn damit zu rechnen ist, dass dem Täter die Fahrerlaubnis im späteren Hauptsacheprozess endgültig entzogen werden wird.

Verhängt das Gericht dagegen ein Fahrverbot, dann stellt dies keine Entziehung der Fahrerlaubnis dar. Der Täter muss nur für die Zeit des Fahrverbotes seinen Führerschein abgeben und darf nicht fahren, nach Ablauf erhält er den Führerschein wieder zurück.

Wie sollte ich mich verhalten?

Wenn Ihnen der Vorwurf einer Verkehrsstraftat gemacht wird, sollten Sie sich von einem spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen. Wie oben aufgezeigt, können die Konsequenzen erheblich sein, insbesondere für Berufsfahrer. Viele Verkehrsdelikte, insbesondere das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, werden landläufig immer noch als Kavaliersdelikte eingestuft. Tatsächlich ist hier aber immer der Führerschein in Gefahr, man sollte deshalb frühzeitig die richtige Verteidigungsstrategie wählen. Oft machen die Betroffenen vorschnell Angaben gegenüber der Polizei. Dies ist zumeist nachteilig für den weiteren Verlauf. Der bessere Weg ist, sich zunächst nicht zu äußern und erst über einen Verteidiger Einsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen.

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